Fütterung der Götterboten

Nach dem gewohnt stärkenden eurasischen Frühstück brachen wir dieses Mal zu früherer Stunde (dafür sind wir früher nach Hause gekommen, trotzdem waren wir kaputt und platt, d. h. das frühere Aufstehen hatte also folgliche keinen Sinn) ans Ende der Seidenstrasse auf. Dort angekommen tappten wir kräftig in der Kacke rum, denn unser Ziel war der Nara Wildpark mit sehenswerten Tempelanlagen und dem grössten Bronze-Buddha der Welt (doch dazu später mehr). Als wären wir nicht gut auf diesen Trip vorbeireitet gewesen tappten wir in den Häufchen Hirschköttel herum, denn in diesem Wildpark wimmelte es von frei herumlaufenden, handzahmen Hirschen. 1.200 Hirsche tummelten sich auf einer Fläche von etwas mehr als 4 qkm.

Nicole füttert einen Hirsch

Die Hirsche leben seit dem 8. Jhd in diesem Park und wurden damals angesiedelt, als Nara für kurze Zeit Hauptstadt war. Man verehrte sie seinerzeits als Götterboten. Die Jagd auf die Hirsche war strengstens verboten.

Martin streichelt einen Hirsch

Da es an jeder Ecke für ein paar Yen Hischfutterkekse zu kaufen gab, würden die Götterboten fleissig gefüttert – auch von uns.

Aber im Nara Wildpark gibt es nicht nur Hirsche, sondern eben auch Geschichte. So machten wir uns auf zum Todai-ji, eine buddhistische Tempelanlage,

Todai-ji und Kirschblüten

Der Todai-ji beherbergt auch den bereits erwähnten Buddha aus Bronze. Dieser Buddha ist 16 Meter hoch. Wie wir erfahren haben hat dieser schon 2 Mal(wegen Erdbeben und Bränden) seinen Kopf verloren, der dann ersetzt werden musste.

Daibatsu

Nachdem wir den Daibutsu bestaunt hatten ging es weiter zum Kasuga Taisha Schrein. Natürlich wurden wir die ganze Zeit von Hirschen begleitet. Das war wirklich schön.

Der Kasuga Taisha Schrein ist dadurch bekannt, dass er Vorbild für alle Tempel und Schrein in ganz Japan ist.

Kasuga Taisha Schrein

Ausserdem wird der Weg zum Schrein von 2000 Laternen gesäumt.

Kasuga Taisha Laternen

Im Schrein selber befinden sich weitere 1000 Bronzelaternen, die von Gläubigen gestiftet wurden.

Nach dem früheren Aufstehen, ganz viel Hischestreicheln und dem ganzen Sightseeing waren wir dann doch ziemlich kaputt und machten uns auf den Weg zurück nach Osaka. Genug für heute.

Dieser Beitrag wurde 2008-04-06 um 12:57 unter der Kategorie Geschichte, Westhonschu gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Beitrag mit Hilfe vom RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar abgeben, oder ein Trackback von Deiner eigenen Seite.

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